1. Match Winner – die Grundwette
Du tippst, wer ein Match gewinnt – Spieler A oder Spieler B. Das ist die einfachste und meistgespielte Wettart. Quoten unter 1.30 signalisieren einen klaren Favoriten, über 3.00 einen Außenseiter.
Beispiel: Novak Djokovic vs. Qualifier – Djokovic Quote 1.08, Qualifier Quote 8.50. Eine Wette von 50 € auf Djokovic ergibt 54 € Auszahlung. Eine Wette von 10 € auf den Qualifier ergibt 85 €.
2. Satzergebnis (Correct Score)
Du tippst das exakte Satzergebnis: 2:0 oder 2:1 (Best-of-3) bzw. 3:0, 3:1, 3:2 (Best-of-5 bei Grand Slams der Herren). Da hier mehr Möglichkeiten existieren, sind die Quoten deutlich höher als beim Match Winner.
- 2:0 – schneller Favoriten-Sieg: typische Quote 1.60–2.20
- 2:1 – knappes Ergebnis: typische Quote 2.00–3.50
3. Handicap-Wetten
Handicap-Wetten gleichen ungleiche Gegner an. Dem Favoriten wird ein negativer Handicap gegeben, dem Außenseiter ein positiver.
Beispiel Game Handicap: Favorit Spieler A bekommt −3.5 Games. Das bedeutet, er muss nach Abzug der 3.5 Games immer noch mehr Games gewonnen haben, damit deine Wette auf ihn gewinnt.
Beispiel Satz-Handicap: Bei −1.5 Sätzen muss der Favorit 2:0 gewinnen. Jeder andere Ausgang (2:1, Sieg des Gegners) ist ein Verlust für diese Wette.
4. Over/Under Games
Wird z. B. „Over/Under 22.5 Games" angeboten, wettest du, ob im Match mehr oder weniger als 22 oder 23 Games gespielt werden. Diese Wettart ist unabhängig davon, wer gewinnt – du brauchst nur eine Einschätzung des Matchtempos.
Nützlich, wenn zwei Spieler ähnlich stark sind, aber du unsicher bist, wer gewinnt.
5. Live-Wetten
Live-Wetten ermöglichen es, während des laufenden Matchs zu wetten. Die Quoten verändern sich sekündlich je nach:
- Aktuellem Spielstand (Set, Game, Punkt)
- Aufschlag-Situation (Server hat Vorteil)
- Verletzungszeichen oder Formeinbrüchen
Live-Wetten erfordern Erfahrung und schnelles Reaktionsvermögen. Anfänger sollten mit kleinen Einsätzen beginnen.
6. Outright-Wetten (Turniersieg)
Outright-Wetten laufen über die gesamte Dauer eines Turniers. Du tippst den Turniersieger – oder nutzt Märkte wie „Wer erreicht das Halbfinale?" für geringeres Risiko bei trotzdem guten Quoten.
Der optimale Zeitpunkt: Outright-Quoten kurz nach der Auslosung, wenn Paarungen bekannt sind, aber noch keine Matches gespielt wurden.
7. Kombinationswetten (Accumulator)
Bei Kombinationswetten werden mehrere Einzelwetten zu einem Schein zusammengefasst. Die Quoten multiplizieren sich – aus drei Wetten mit je 1.70 wird eine Kombi-Quote von 4.91. Das erhöht den möglichen Gewinn, aber auch das Risiko erheblich: Verliert eine einzige Selektion, ist der gesamte Einsatz verloren.
Kombiwetten eignen sich im Tennis nur bei klaren Favoriten auf vertrauten Belägen. Erfahrene Wetter bevorzugen Einzelwetten, weil jede zusätzliche Selektion die Buchmacher-Marge multipliziert und den statistischen Erwartungswert weiter senkt.